Jugendliche und Menschen mit Beeinträchtigungen gestalten das Cap-Arcona-Dokumentationszentrum mit
Wie kann das Cap-Arcona-Dokumentationszentrum die Themen passend für Jugendliche vermitteln? Und wie können möglichst viele Menschen das neue Museum selbstständig besuchen und gleichberechtigt erleben? Mit zwei sogenannten Fokusgruppen hat die Stadt Neustadt in Holstein Anfang September wichtige Perspektiven in die weitere Planung des Dokumentationszentrums einbezogen.
Die Fokusgruppen
Bei der Inklusionsgruppe diskutierten die Teilnehmenden in einem vierstündigen Workshop ihre Wünsche und Hinweise für die weitere Planung des Dokumentationszentrums. Dabei ging es unter anderem darum, wie Ausstellungen, digitale Angebote und räumliche Gestaltung so geplant werden können, dass Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen (etwa Gehörlose, Blinde und Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind) Zugang zu den Inhalten erhalten und sich im Dokumentationszentrum gut orientieren können.
In der Gruppe der Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich 16 Jugendliche
- vom Küstengymnasium,
- von der Jacob-Lienau-Schule und
- von der Schule am Rosengarten
in einem dreistündigen Workshop mit aktuellen Ideen zur Gestaltung und Vermittlung. Dabei ging es um Fragen wie Verständlichkeit und ansprechende Optik.
Die Moderatoren
Zum Moderatorenteam für die Workshops gehörten
- Kurator Stefan Nies,
- Katharina Schumann und Christian Frommelt vom Ausstellungsgestalter Whitebox Dresden,
- Mano Salokat und Danny Seidel vom Kinder- und Jugendnetzwerk Neustadt in Holstein e. V. sowie
- die Museumspädagogin Daniela Martin.
Die Ergebnisse
Die Ergebnisse beider Workshops werden in die weiteren Planungen einfließen. „Das Dokumentationszentrum soll ein Ort sein, an dem Geschichte nicht nur vermittelt, sondern auch gemeinsam diskutiert wird. Dafür sind die Perspektiven junger Menschen und von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen unverzichtbar“, betont Kurator Stefan Nies.
Die beiden Gruppen sind Teil des partizipativen Planungsprozesses für das neue Cap-Arcona-Dokumentationszentrum. Die Anregungen und Erfahrungen der Teilnehmenden ergänzen die fachwissenschaftliche und museumspädagogische Arbeit und sollen dazu beitragen, einen zeitgemäßen, zugänglichen und vielfältigen Ort des Erinnerns und Lernens in Neustadt in Holstein zu entwickeln.
Erstellt von: Sven Westen
Quelle: Daniela Martin