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Erinnern und Gedenken an Cap Arcona seit 1945: Persönliche Erzählungen gesucht

Für das neue Cap-Arcona-Dokumentationszentrum, das 2028 eröffnen soll, suchen die Ausstellungsmacherinnen und Ausstellungsmacher persönliche Erzählungen darüber, wie in den Jahrzehnten danach an die Ereignisse im Mai 1945 erinnert wurde.

Am 3. Mai 1945 kamen in der Lübecker Bucht bei Angriffen auf die Cap Arcona und weitere Schiffe tausende KZ-Häftlinge ums Leben. Im Wasser, am Strand und auf einem Todesmarsch in Neustadt in Holstein wurden hunderte Menschen ermordet. Seit vielen Jahrzehnten erinnern in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern

  • Ehrenfriedhöfe,
  • Mahnmale und
  • Ausstellungen

an diese Ereignisse am Ende des Zweiten Weltkriegs, auch finden regelmäßig Gedenkveranstaltungen statt - so etwa in Neustadt in Holstein, Haffkrug, Timmendorf, Groß-Schwansee, Grevesmühlen, Klütz und auf der Insel Poel.

In Neustadt in Holstein entsteht nun ein Dokumentationszentrum mit einer neuen Ausstellung. Diese wird nicht nur über den 3. Mai 1945 und seine Vorgeschichte informieren, sondern auch das Gedenken und die Erinnerung daran in den Jahrzehnten danach in den Blick nehmen.

Unterstützung gesucht

Die Ausstellungsmacherinnen und Ausstellungsmacher bitten dazu die Menschen in der Region um Unterstützung. Wie wurde in den Familien, in der Schule, in Vereinen, Kirche oder in Betrieben darüber gesprochen – oder wurde geschwiegen? Was haben Sie von offiziellen Gedenkveranstaltungen mitbekommen und was bedeutete das für Sie? Haben Sie sich selbst an Gedenk- und Erinnerungsarbeit beteiligt und für wie wichtig halten Sie das? Es geht dabei auch um Unterschiede zwischen West (BRD) und Ost (DDR) bis 1989. Angesprochen sind Menschen in beziehungsweise aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Gesucht werden

  • Persönliche Erinnerungen und Erzählungen (auch von Großeltern, Eltern, Nachbarn und so weiter)
  • Erfahrungen mit Schule und Gedenkorten
  • Fotos, Dokumente oder Erinnerungsstücke

Wir suchen unterschiedliche Perspektiven aus West- und Ostdeutschland:

Westdeutschland

In der Bundesrepublik wurde in vielen Familien über die letzten Kriegswochen lange wenig gesprochen - oder erst Jahrzehnte später. Uns interessiert unter anderem:

  • Wann und wie haben Sie in Ihrer Familie erstmals von der Katastrophe erfahren?
  • Wie wurde und wird in der Schule, in der Kirche, in Vereinen darüber gesprochen?

Ostdeutschland

In der DDR war das Gedenken an die NS-Verbrechen Teil einer staatlich geprägten antifaschistischen Erinnerungskultur. Uns interessiert unter anderem:

  • Wie wurde in Ihrem persönlichen Umfeld über die Ereignisse gesprochen?
  • Welche Rolle spielten Schule, Gedenkveranstaltungen oder öffentliche Darstellungen?
  • Gab es Familienerinnerungen, die davon abwichen oder das öffentliche Bild ergänzten?

Interessiert?

Sie sind interessiert? Dann melden Sie sich

beim Projektteam Cap-Arcona-Dokumentationszentrum.

Alle Informationen

Autor: Sven Westen, 22.04.2026 
Quelle: Daniela Martin