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Fair gehandelte Rosen zum Weltfrauentag

Neustadt in Holstein unterstützt als Fairtrade Stadt den fairen Handel und setzt sich damit für die Themen soziale Gerechtigkeit, zukunftsfähige Wirtschaft und Umweltschutz ein. Begleitet durch eine ehrenamtliche Steuerungsgruppe werden regelmäßige Aktionen umgesetzt und Aufklärungsarbeit betrieben. Bereits das vierte Jahr in Folge wird der Internationale Frauentag am 8. März zum Anlass genommen, um fair gehandelte Rosen an Frauen zu verteilen, um so auf die Gleichberechtigung der Frau aufmerksam zu machen. „Es geht darum, möglichst viele Aspekte der Nachhaltigkeit miteinander zu vereinen und zeitgleich zu berücksichtigen. So verknüpfen wir hier die beiden Themenfelder Frauenrechte und fairen Handel – lokal und global.“, so Nachhaltigkeitsmanagerin Lina Sophie Koop.

Engagement vor Ort für Gleichberechtigung weltweit

Für die Verteilung der über 250 Blumen auf dem Marktplatz wurden die Steuerungsgruppenmitglieder durch engagierte Frauen des Seniorenbeirats und der evangelischen Kirchengemeinde unterstützt. Die Aktion wird dabei in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neustadt in Holstein Frau von Levetzow durchgeführt. Ziel der Aktion ist das Bewusstsein für den fairen Handel und die Verbindung zu Themen wie Klimagerechtigkeit und Gleichberechtigung zu stärken.

Faire Blumen für Frauenrechte

Niedrige Löhne sowie mangelnder Arbeits- und Gesundheitsschutz sind neben Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch die Hauptprobleme beim Blumenanbau in Ländern des globalen Südens. Insbesondere Frauen arbeiten auf den Rosenfarmen und sind den schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Fairtrade stärkt ihre Rechte und setzt sich für bessere Arbeits- und Lebenssituationen der Blumenarbeiterinnen ein. Auch Ressourcen- und Umweltschutzauflagen müssen für den Erhalt eines Fairtrade-Siegels erfüllt werden. Außerdem ist die Energiebilanz von Fairtrade-Rosen, trotz Import via Luftfracht, besser als zum Beispiel einheimische Rosen. Grund ist vor allem das wärmere Klima, da dadurch auf die Beheizung der Gewächshäuser verzichtet werden kann.

Autor: Lina Sophie Koop, 08.03.2025