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Ergebnisse des hochbaulichen Realisierungswettbewerbes »Ersatzneubau Verwaltungsgebäude«

Am 25.8.2021 tagte das Preisgericht zum hochbaulichen Realisierungswettbewerb „Ersatzneubau Verwaltungsgebäude“, um aus neun eingereichten Arbeiten einen ersten Preistragenden auszuwählen. Die eingereichten Arbeiten sind an dieser Stelle ausgestellt.

Die Stadt Neustadt in Holstein dankt allen Teilnehmenden für ihre architektonisch wertigen und spannenden Wettbewerbsbeiträge. Dank gilt auch dem Preisgericht sowie der Verfahrensbetreuung durch das Büro Architektur + Stadtplanung, Hamburg.

Alle Arbeiten sind im Dokumentenblock auf dieser Seite zu finden.

Anlass und Ziele des durchgeführten Wettbewerbes

Das bestehende Verwaltungsgebäude des Amtes für gesellschaftliche Angelegenheiten in der Rosenstraße 2 ist baufällig, eine Sanierung nicht wirtschaftlich. Aus diesem Grund soll es durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt werden. Ähnliches gilt für das Bauamt in der Kirchhofsallee 2. Mit den Neubauten in der Rosenstraße sollen die Ämter 2 und 3 in räumlicher
Nähe zum Rathaus zusammengelegt werden. Ziel ist die Erlangung von qualitätsvollen Entwürfen für den Ersatzneubau eines Verwaltungsgebäudes. Das Verwaltungsgebäude soll zukünftig als Anbau an das Rathaus den Neubau von Amt 2 - Amt für gesellschaftliche Angelegenheiten - das
Bauamt (Amt 3) sowie erweiterte Räumlichkeiten der Kämmerei aus dem Hauptamt (Amt 1) beherbergen. Den Verfassern war dabei freigestellt, das bestehende Kämmereigebäude zu erhalten und in den Entwurf einzubeziehen oder einen Neubau zu planen.

Die Auslobung des Wettbewerbs erfolgte auf der Grundlage der "Richtlinie für Planungswettbewerbe" (RPW vom 31. Januar 2013).

Teilnehmende

Konermann Siegmund Architekten BDA Stadtplaner, Hamburg
PPP Architekten + Stadtplaner GmbH, Lübeck/Hamburg
Enno Schneider Architekten, Berlin
Wegener Architekten BDA, Neustadt i.H.
Andreas Heller Architects & Designers (Studio Andreas Heller GmbH), Hamburg
Meyer Steffens Architekten und Stadtplaner BDA, Lübeck
Atelier. Schmelzer. Weber - Atelier für Baukultur, Dresden
LIMA Architekten - Lisa Bogner und Tobias Manzke PartGmbB, Stuttgart
EVAREBER Architektur + Städtebau BDA, Dortmund

Beurteilung der Arbeiten durch das Preisgericht

1. Preis: Die Verfasser schlagen einen traufständigen Baukörper vor, der sensibel vom Bestand zum Verlauf der Rosenstraße überleitet und dabei auch den Haupteingang sehr gelungen markiert. Geschickt wird die Traufe mit Schrägen an den Bestand angeglichen. Die Gliederungsfunktion der Halbgauben des 2. Obergeschosses findet Anerkennung. Die technische Umsetzung, vor allem im Hinblick auf die Entwässerung, ist noch zu belegen. Die Dachflächenfenster sind unauffällig in die Dachflächen integriert. Zum Altbau wird mit einer wohldimensionierten Fuge respektvoll Abstand gehalten. Die Grundrisse sind gut durchgearbeitet und erfüllen die Anforderungen der Nutzer hinsichtlich der Flexibilität. Die Arbeit überzeugt das Preisgericht.

2. Preis: Die Verfasser schlagen einen in drei Teile gegliederten, leicht versetzten Baukörper mit Klinkerfassade und Satteldach vor. Die Arbeit überzeugt durch klare Gliederung und die strukturierte Fassade. Die Idee des Erhaltes des Bestandstreppenhauses und der Fuge wird positiv gesehen. Der Haupteingang ist zentral gesetzt und gut ablesbar. Der Grundriss ist klar strukturiert und flexibel teilbar. Der respektvolle Abstand zum historischen Rathaus wird positiv bewertet. Die Arbeit ist insgesamt ein wertvoller Beitrag.

3. Preis: Die Arbeit überzeugt durch eine klare städtebauliche Gliederung. Mit einem Knick wird der Verlauf der Rosenstraße aufgenommen. Die Gebäudefuge zum Bestand wird als angemessen angesehen. Der Grundriss ist durch die außenliegenden Treppenhäuser klar gegliedert. 

Autor/in: Conrad Rieger