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Blick vom Strandbereich aus in Richtung Hafeneinfahrt mit Düne im Vordergrund
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4. Europäische Skulpturen-Triennale vom 19. August bis zum 4. September 2021 findet statt

Die Stadt Neustadt in Holstein freut sich über die vierte Ausgabe der Eurpäischen Skulpturen-Triennale.

Die Entwicklungen der letzten Wochen haben möglich gemacht, woran viele vielleicht nicht geglaubt haben. Die Europäische Skulpturen-Triennale kann in diesem Jahr erfreulicherweise stattfinden. Wo am 22. Juni das erste Mal die Abrissbirne in den ehemaligen Getreidespeicher einschlug und viele Menschen fasziniert hat, findet fast an derselben Stelle die vierte Ausgabe der Europäischen Skulpturen-Triennale in Neustadt in Holstein statt. Start der Veranstaltung ist am 19. August 2021 und die Abschlussveranstaltung findet am 4. September 2021 statt

Über die Idee zum Bildhauer-Symposium in Neustadt in Holstein

Vor über 10 Jahren entstand die Idee zu einem Bildhauer-Symposium, als Jo Kley bei einem Vortrag zum Neustädter Kunstkilometer von seiner Teilnahme an internationalen Symposien berichtete und der Meinung war: „Eigentlich wäre Neustadt in Holstein ebenfalls hervorragend geeignet als Austragungsort für ein solches Bildhauer-Symposium“. Neustadt in Holstein setze sich im Rahmen des Kunstkilometers schließlich seit langem für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum ein. Mittlerweile freut sich der international anerkannte Bildhauer als Kurator auf die vierte Europäische Skulpturen-Triennale, die im August auf der Hafenwestseite auf die Beine gestellt wird. „Diese Ausgabe der Europäischen Skulpturen-Triennale hat uns tatsächlich mehr als die bisherigen Veranstaltungen herausgefordert, denn wie Sie alle wissen, war bis vor kurzem gar nicht klar, ob Veranstaltungen in dieser Form überhaupt erlaubt sind“. Das machte die Planungen für das städtische und ehrenamtlich tätige Orga-Team tatsächlich zu einem Sprint. „Wir sind aber gut eingespielt und absolut motiviert und danken vor allem der Stadt und den Sponsoren für die Bereitschaft dieses besondere kulturelle Erlebnis zu fördern und zu unterstützen“, so der Kurator. Auch die teilnehmenden Bildhauer und Bildhauerinnen wurden sehr kurzfristig eingeladen, da in diesem Jahr unter anderem auch die internationalen Einreisebedingungen ausschlaggebend für die Auswahl der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler waren.

Teilnehmende Künstler und Künstlerinnen

Insgesamt wurde die Einladung an fünf renommierte Künstler ausgesprochen und von diesen auch mit großer Freude angenommen.

Auch in diesem Jahr wird wieder Francesca Bernardini aus Italien teilnehmen, ihre Skulptur aus dem Jahr 2018 kann am unteren Jungfernstieg bewundert werden. Auch July Glaspy aus Kanada ist zum zweiten Mal zu Gast bei der Triennale. Ihre Skulptur ist mittlerweile ein beliebtes Fotomotiv am Neustädter Binnenwasser. Aus dem benachbarten Dänemark wird erstmals Thomas Kadziola teilnehmen und aus Schweden Ian Newberry. Als fünfter Bildhauer wurde Thomas Reifferscheid aus Köln zum Symposium eingeladen. Jo Kley, der sich für die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler eingesetzt hat, ist sich sicher, dass es für alle eine große Freude sein wird, Kunst im öffentlichen Raum für den öffentlichen Raum zu kreieren, ganz ohne Druck und ohne Vorgaben, dafür aber inspiriert von Landschaft und Ort, den Symposium-Kolleginnen und Kollegen und dem internationalen Austausch.

Erleben wie Kunst entsteht

Während der Skulpturen-Triennale gibt es die Möglichkeit, den international wirkenden Künstlerinnen und Künstlern über die Schulter zu schauen und dabei von Tag zu Tag mit zu erleben, wie aus den unbehandelten Findlingen echte Kunstwerke entstehen. Dabei geht es mit Sicherheit meistens laut und staubig zu, denn zum Einsatz kommt ganz oft die Flex und weniger Hammer und Meißel. Die Bilderhauer-Werkstatt hat bis auf dienstags täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung

Während der offiziellen Eröffnungsveranstaltung am Samstag, 21. August 2021 ab 11 Uhr sind bestimmt schon erste formgebende Linien zu erkennen. Alle sind herzlich eingeladen bei Live-Musik mit Ester Jung und Lukas Kowalski dabei zu sein. Und wer bei der Eröffnungsveranstaltung dabei war, der lässt es sich bestimmt auch nicht nehmen, die Abschlussveranstaltung am Samstag, 4. September 2021 ab 17 Uhr zu erleben, bei der die fertigen Kunstwerke zu bestaunen sind und alle Künstler noch einmal auf die Bühne kommen. Bei Live-Musik mit der Gruppe Ferrymen und der Kindergruppe des Neustädter Volkstanzkreises ist die Abschlussveranstaltung ein Event für die ganze Familie. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Gastronom Ulfert Georgs errichtet direkt am Freiluftatelier eine Hafenlounge, die nicht nur während der Veranstaltungen, sondern täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Kunst spricht an und Kunst bewegt

Wer wissen möchte, wer sich hinter der „Staub-Maske“ befindet und wer Fragen zur Veranstaltung selbst oder zu den Künstlern hat, der erfährt bei „Kunst spricht an“, mehr. Hier geben Ehrenamtliche und Orgateam-Mitglieder den Gästen Informationen und Auskünfte. „Kunst spricht an“ findet zweimal täglich (außer dienstags und sonntags nur um 11 Uhr) um 11 und um 16 Uhr statt. Wer Lust hat, etwas zu den Skulpturen der vergangenen Veranstaltungen und den Skulpturen des Neustädter Kunstkilometers zu erfahren, kann an den zweistündigen Kunst-bewegt-Touren teilnehmen, die montags ab 16 Uhr angeboten werden.

Triennale-Talk

Durch die internationale Begegnung von international tätigen Künstlerinnen und Künstlern wird die Skulpturen-Triennale zur Begegnungsplattform der Künstler untereinander, aber auch der von Besucherinnen und Besuchern und Künstlerinnen und Künstlern. Alle teilnehmenden Bildhauerinnen und Bildhauer nehmen auch an anderen internationalen Symposien teil und haben somit viele Länder durch ihre Kunst bereichert. Ihre Erfahrungen und ihre Leidenschaft zur Bildhauerei werden beim Triennale-Talk am Donnerstag, 2. September 2021 ab 18 Uhr genauso ein Thema sein, wie der Mensch hinter der Skulptur. Auch das entstehende Kunstwerk selbst wird an diesem Abend von den jeweiligen Künstlern näher erläutert. Moderatorin Harriet Heise wird im Rahmen des Triennale-Talks diese und weitere Themen beleuchten. Begleitet wird der Talk mit Live-Musik von Pete Struck.

Unterstützung der Veranstaltung erstmals durch einen Triennale-Beirat

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal ein Triennale-Beirat ins Leben gerufen, der von Mitgliedern der Selbstverwaltung besetzt ist. Ziel, einen eigenen Beirat zu installieren war es, die Veranstaltung Europäische Skulpturen-Triennale auch für die Zukunft auf ein stabiles Fundament zu stellen und einen transparenten Informationsfluss zu sichern.

Autor/in: Andrea Brunhöber