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Gezeichnete multikulturelle Gruppe von Kindern und Erwachsenen bei Mülltrennung und Gartenarbeit. In der Bildmitte tragen vier Menschen die Erdkugel symbolisch in ihren Händen. Im Hintergrund sind ein blauer Himmel, eine grüne Wiese, grüne Bäume und zwei weiße Windräder zu sehen.
Multiethnic group of people cooperating for environmental protection
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Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Ursprünglich stammt die Nachhaltigkeitsidee aus der Forstwirtschaft des 19. Jahrhunderts. Sie besagt, dass nur die Menge an Holz geschlagen werden darf, wie im gleichen Jahr wieder aufgeforstet wird bzw. wieder nachwachsen kann. Damit ist gewährleistet, dass sich die Natur selbst regeneriert. So konnte eine schonende Nutzung der Holzressourcen und die damit einhergehende nachhaltige Waldbewirtschaftung garantiert werden. Ausgehend von dieser Konzeptidee der Nachhaltigkeit veröffentlichte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung 1987 in ihrem Zukunftsbericht „Unsere gemeinsame Zukunft“ (auch bekannt als Brundtland-Report) ihre Definition einer nachhaltigen Entwicklung:

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der heutigen Generationen befriedigt, ohne die Möglichkeit zukünftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Eine Nachhaltige Entwicklung lässt sich also mit einer langfristigen und vorausschauenden Planung gleichsetzen, die die Existenz zukünftigen Generation mit berücksichtigt. Dabei reicht Nachhaltigkeit weit über den umweltbewussten Aspekt hinaus, da sie sowohl die wirtschaftlichen als auch sozialen Faktoren berücksichtigen muss. Demnach sollte Nachhaltigkeit ökologisch verträglich, ökonomisch sinnvoll sowie soziokulturell kompatibel sein. Dabei besteht die Herausforderung darin, alle drei Bereiche gleichermaßen zu berücksichtigen und ein dauerhaftes Gleichgewicht herzustellen.

Wie wird Nachhaltigkeit von der Politik umgesetzt?

Im Juni 1992 bekannte sich die internationale Staatengemeinschaft bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro erstmals zum Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung. Hierzu verabschiedeten die Staaten der Rio-Konferenz das Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert – die Agenda 21. Im September 2010 stieß die Generalversammlung der Vereinten Nationen an, eine Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015 zu erarbeiten. In diesem Zusammenhang erteilte die Konferenz der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in 2012 den Auftrag einen Bericht mit konkreten Vorschlägen für Ziele für Nachhaltige Entwicklung vorlegen. Die Post 2015-Agenda (später unbenannt in 2030-Agenda) sollte ein für alle Länder geltendes globales und universell anwendbares Zielsystem enthalten, welches die Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsaspekte zusammenfasst. Im September 2015 wurde beim UNO Nachhaltigkeitsgipfel die 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung durch die Staats- und Regierungschefs einstimmig verabschiedet. Die Agenda 2030 beinhaltet 17 Ziele sowie 169 Unterziele (auch genannt Sustainable Development Goals, SDGs) für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Konkret trägt Deutschland durch folgende politische Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung bei:

  • 2001 wurde der Rat für Nachhaltige Entwicklung als beratendes Gremium für die Bundesregierung eingerichtet
  • 2002 hat die Bundesregierung eine Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland verabschiedet, welche regelmäßig aktualisiert und über die Fortschrittsberichte veröffentlicht werden
  • Seit 2004 begleitet der Parlamentarische Beirat für Nachhaltige Entwicklung die nationale Nachhaltigkeitsstrategie seitens des Parlaments
  • 2014 wurde von dem Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung beschlossen, die Nachhaltigkeitsstrategie für Deutschland ab 2016 unter Berücksichtigung der Agenda 2030 in allen wesentlichen Aspekten weiterzuentwickeln und umzusetzen
  • 2017 wurde von der Bundesregierung die ressortübergreifende Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Diese stellt die umfassendste Weiterentwicklung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie seit ihrem erstmaligen Beschluss 2002 dar. Die Neuauflage der Nachhaltigkeitsstrategie orientiert sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) und hat Deutschlands globale Verantwortung stärker im Blick.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf der Internetseite des Umweltbundesamtes und der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Ich bin für Sie da!

Lina Sophie Koop
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