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Blick auf das Neustädter Binnenwasser und den angrenzenden Radweg
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Mehr Sicherheit für Radfahrer*innen im Straßenverkehr

Seit dem 28.04.2020 müssen Autofahrer*innen beim Überholen von Radfahrer*innen innerorts mindestens 1,50m Abstand einhalten, außer Orts sogar zwei Meter. Das besagt die Novelle der Straßenverkehrsordnung, die von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Damit soll mehr Sicherheit für Radfahrer*innen im Straßenverkehr erreicht werden. In Schleswig-Holstein verunglückten im Jahr 2019 rund 4.300 Menschen mit dem Fahrrad. Davon verletzten sich die allermeisten lediglich leicht. Rund 550 Menschen allerdings schwer und 14 davon tödlich. Aus diesem Anlass hat „RAD.SH e.V.“, eine kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein, die Kampagne „Abstand halten“ ins Leben gerufen, die für einen rücksichtsvolleren Umgang aller Beteiligten im Straßenverkehr steht. Im Rahmen dieser Aktion möchte auch Neustadt in Holstein die Initiative ergreifen und vor diesem Hintergrund eine Plakatkampagne für mehr Sicherheit der Radfahrer*innen im Straßenverkehr umsetzen. Das Plakatmotiv wurde für diesen Zweck von „RAD.SH e.V“ zur Verfügung gestellt.

Großplakate appellieren an Verkehrsteilnehmer

In den kommen den Wochen sollen nun alle Verkehrsteilnehmer*innen durch Großplakate mit dem RAD.SH-Motiv an vier Standorten in Neustadt in Holstein auf die Gefahr aufmerksam gemacht werden. Reinhard Bendfeldt, 2. Vorsitzende der ADFC-Kreisgruppe Ostholstein freut sich, dass das Thema nun öffentlichwirksam bespielt wird. Gerade in den Sommermonaten befinden sich mehr Radfahrer*innen als üblich auf Neustadts Straßen, sodass das Unfallrisiko erheblich ansteigt. Bürgermeister Mirko Spieckermann, dem die Sicherheit von Radfahrer*innen sehr wichtig ist, meint: „Es geht nicht um die Bevormundung des Autofahrers. Wir wollen mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr und ein sicheres Miteinander erreichen.“ Auf den vier Plakatwänden des Stadtmarketings stehen immer andere Themen im Fokus, ob Veranstaltungen, Emotionen oder Umweltthemen. Die Inhalte und die Gestaltung werden vom Neustädter Stadtmarketing und der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht gemeinsam abgestimmt. In den kommenden Wochen wird auf diese Weise das Thema Fahrradfahren prominent und öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt.

Sicher mit dem Fahrrad durch Ostholstein

Auch die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht widmet sich dem Thema Radfahren, da es sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit unter den Urlaubsgästen erfreut. Von Juli bis Oktober werden daher ab Pelzerhaken geführte Radtouren unter der Leitung von ADFC-Guide Reinhard Bendfeldt angeboten. Jede dieser geführten Radtouren hat ein eigenes Thema. So wird zum Beispiel auf dem Mönchsweg geradelt oder eine Tour zu den umliegenden Gutshöfen in Hasselburg und Sierhagen angeboten. Auch Radfahrer, die gerne auf eigene Faust Radtouren unternehmen, erhalten in den Tourist Infos am Stadthafen sowie in Pelzerhaken kostenloses Kartenmaterial mit konkreten Tourenvorschlägen. „Über Schloss, Stock und Stein“ gelangen Radfahrer nach Eutin, während die rund 50 Kilometer lange Tour „Quer durch die Geschichte“ nach Grömitz, Lensterstrand und Cismar führt. Weitere individuelle Tourenvorschläge sind zudem im Lübecker Bucht Guide, dem digitalen Reisebegleiter vor Ort, einsehbar. Beim gemeinsamen Pressetermin vor Ort stelle Produktmanagerin Anne Heuermann von der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht das Kartenmaterial vor. Sie kümmert sich allerdings nicht nur um das passende Kartenmaterial, sondert entwickelt auch Rad- und Wandertouren, die abseits der üblichen Wege zu einem sicheren Urlaubserlebnis einladen.

Autor/in: Lina Sophie Koop