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Zeichnung mit fünf Strichmäänchen. Diese sitzen um einen runden Tisch. Die Leitung hat ein Strichm&amul;nnchen in der Mitte, welches eine Brille auf der Nase und einen Laptop vor sich stehen hat. Die anderen Strichmännchen haben lediglich ein Stück Papier und einen Stift vor sich liegen oder in Benutzung.
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Vorlage - VO/2500/20  

Betreff: Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Bericht StvV:Vors. Planungs-, Umwelt- u. Bauausschuss Herr Heckel
Federführend:32 Abteilung für Planen, Bauen, Umwelt Bearbeiter/-in: Buchwald, Eckhard
Beratungsfolge:
Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss Vorberatung
19.11.2020 
öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Planungs-, Umwelt- und Bauausschusses zurückgestellt   
Stadtverordnetenversammlung der Stadt Neustadt in Holstein Entscheidung

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Sachverhalt:

Das interkommunale Gewerbegebiet wurde in Jahre 2003 etabliert. Inzwischen sind fast alle Grundstücke bebaut oder zumindest veräußert. Um dem Bedarf an Gewerbeflächen auch künftig nachkommen zu können, ist die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes erforderlich. Es gibt bereits konkrete Interessenten für die Ansiedlung in dem neuen Gewerbegebiet, aus Datenschutzgründen werden diese in der öffentlichen Vorlage jedoch nicht genannt (s. aber nichtöffentliche Anlage).

 

Im Rahmen der Neuaufstellung des F-Planes im Jahre 2020 wurde ein Flächenbedarf von ca. 7 bis 9 ha (brutto, d.h. incl. Verkehrs- und Grünflächen) bis zum Jahr 2030 ermittelt (s. Begründung zur Neuaufstellung des F-Planes, Kapitel 3.2.6, S. 61). Die Fläche am „Holmhof“ (1,2 ha) war z.Zt. der Neuaufstellung des F-Plan noch frei, ist nun jedoch vollständig veräußert und wird z.Zt. bebaut.

 

Im Stadtgebiet stehen keine geeigneten Flächen zur Verfügung (s. Begründung zur Neuaufstellung des F-Planes, Kapitel 3.3, S. 62ff). Die Erweiterung des Gewerbegebietes in Beusloe (Gemeinde Schashagen) wird zwar seitens der Stadt und der Gemeinde befürwortet, wurde aber bei einem Ortstermin im Oktober 2019 seitens der Landesplanungsbehörde kritisch gesehen. Daher ist in der Neuaufstellung des F-Planes für den mittelfristigen Bedarf an Gewerbeflächen eine Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes (B-Plan Nr. 13 der Gemeinde Sierksdorf) vorrangig.

 

Hierfür gibt es drei Optionen (s. Luftbild): Richtung Norden, Richtung Südwesten und Richtung Südosten. Die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH) hat bereits im August 2020 eine Konzeptstudie vom Planungsbüro Ostholstein (PLOH) erstellen lassen (s. Anlage), in der die drei Flächen dargestellt und deren Größen-Parameter (Bruttofläche, Gewerbefläche, Verkehrsfläche, Grünfläche) angegeben sind.

 

Obwohl alle drei möglichen Erweiterungen auf dem Gebiet der Gemeinde Sierksdorf liegen, hat auch die Stadt Neustadt in Holstein Einfluss auf die Wahl des Gebietes, da die Erweiterung nur gemeinsam mit der Stadt erfolgen kann: Neustadt in Holstein ist als „Unterzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums“ ein Schwerpunkt der Siedlungsentwicklung.  Sierksdorf ist nach dem zentralörtlichen System eine Gemeinde ohne zentralörtliche Einstufung (weder ländlicher Zentralort noch Stadtrandkern). Ihr sind auch keine ergänzenden überörtlichen Versorgungsfunktionen zugeordnet (wie z.B. der Gemeinde Süsel). Teile der Gemeinde Sierksdorf liegen jedoch im „baulich zusammenhängenden Siedlungsgebiet“ der Stadt Neustadt in Holstein und sollen daher an der Entwicklung Neustadts teilnehmen. Die Teilhabe an der Entwicklung des zentralen Ortes erfordert bei überörtlichen Planungen und Maßnahmen eine enge Abstimmung mit dem zentralen Ort. Von den Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit soll dabei Gebrauch gemacht werden (Regionalplan S. 41).

 

Gemäß der Karte des Regionalplanes liegt das vorhandene interkommunale Gewerbegebiet innerhalb des „baulich zusammenhängenden Siedlungsgebietes“ der Stadt Neustadt in Holstein. Dies gilt auch für die südwestliche und südöstliche Erweiterungsfläche, die nördliche Fläche liegt jedoch außerhalb dieses Gebietes (s. anliegenden Auszug aus der Karte des Regionalplanes).

 

Eine Bebauung der nördlichen Fläche hätte (u.a. aufgrund der Höhenlage und der Blickbeziehung von der Autobahnabfahrt) eine wesentlich stärkere Beeinträchtigung des Landschaftsbildes zur Folge als eine Inanspruchnahme einer der beiden südlichen Flächen.

 

Außerdem ist bei der Planung des vorhandenen interkommunalen Gewerbegebietes bereits dessen Erweiterung in südwestlicher Richtung angedacht und geplant worden, wie aus der Verkehrsführung ersichtlich (zwei Stichstraßen führen an den jetzigen Rand des GE-Gebietes).   

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Beschlussvorschlag:

1. Die Stadt Neustadt in Holstein befürwortet grundsätzlich die Erweiterung des interkommunalen Gewerbegebietes "Neustädter Bucht".

2. Der Erweiterung auf der Fläche Nord wird wegen der starken Beeinträchtigung des Landschaftsbildes jedoch nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass  in den nächsten 3 Monaten weitere Bemühungen um die zeitnahe Verfügbarkeit der Flächen Südost oder Südwest nicht zum Erfolg führen.  

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Finanzielle Auswirkungen:

Finanzielle Auswirkungen:

 Ja: 

 Nein: X

 

Gesamtausgaben:

 

Folgekosten:

 

Mittel stehen zur Verfügung:

 ja:

Bei Haushaltsstelle:

 

 nein:

Deckungsvorschlag:

Bemerkungen:

Der Beschluss hat keine direkten finanziellen Auswirkungen. Bei einer Realisierung der Gewerbegebiets-Erweiterung werden sich die Gemeinde Sierksdorf und die Stadt Neustadt in Holstein Ausgaben und Einnahmen teilen.

 

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Anlage/n:

Luftbild mit Darstellung der Erweiterungsflächen und Flächengrößen

Konzeptstudie für die Erweiterung des Gewerbegebietes (PLOH)

Auszug aus der Karte des Regionalplanes

Tabellarische Gegenüberstellung der drei möglichen Erweiterungsgebiete

Lageplan mit Ansiedlungsinteressenten (nicht öffentlich)

(Fotos werden nicht als Anlagen beigefügt, aber in der Sitzung präsentiert)

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Luftbild_2_Flächen_stehend (1834 KB) PDF-Dokument (1356 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich 200805 B-Plan 13-Entwurf SüdÖstlichNord (1600 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich Regionalplan_II_Auszug (1624 KB) PDF-Dokument (1484 KB)    
Anlage 4 4 öffentlich Tabelle_N_SW_SO (20 KB) PDF-Dokument (51 KB)