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Zeichnung mit fünf Strichmäänchen. Diese sitzen um einen runden Tisch. Die Leitung hat ein Strichm&amul;nnchen in der Mitte, welches eine Brille auf der Nase und einen Laptop vor sich stehen hat. Die anderen Strichmännchen haben lediglich ein Stück Papier und einen Stift vor sich liegen oder in Benutzung.
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Auszug - Optimierung der Parkraumbewirtschaftung in Neustadt in Holstein., Pelzerhaken und Rettin hier: Vorstellung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes  

öffentliche/nichtöffentliche gemeinsame Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses, des Stadtwerkeausschusses und des Ausschusses für Tourismus- und Kulturangelegenheiten
TOP: Ö 2
Gremium: Umwelt- und Verkehrsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 12.12.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:30 - 20:35 Anlass: Sitzung
Raum: Mensa der Gemeinschaftsschule
Ort: Schulstraße 2, Neustadt in Holstein
VO/1888/17 Optimierung der Parkraumbewirtschaftung in Neustadt i.H., Pelzerhaken und Rettin
hier: Vorstellung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Federführend:2 Amt für gesellschaftliche Angelegenheiten Bearbeiter/-in: Raloff, Klaas

 

Bericht:

 

Herr Kosarev bedankt sich für die Gelegenheit das Parkraumbewirtschaftungskonzept vortragen zu dürfen. Er stellt sich und das Büro LK Argus GmbH aus Berlin vor. Das Konzept beschäftigt sich mit dem bestehenden Parkraum, weshalb Untersuchungen und Erhebungen durchgeführt wurden. Die Parkraumsituation wurde mit ähnlichen Städten und Gemeinden verglichen. Es wurde eine verkehrliche und monetäre Analyse durchgeführt. Letztlich sei es die Aufgabe eines Parkraumkonzeptes Instrumente zu benennen, mit denen städtebauliche Ziele zu erreichen sind. Zu den bereits genannten Erhebungen gehörte teilweise auch der Einsatz von Videofahrzeugen. Zählungen erfolgten werktags (an Wochenmarkttagen) um 11.00 Uhr und um 17.00 Uhr sowie abends um 21.00 Uhr. Am Sonntag wurden Zählungen zwischen 11.00 Uhr und 16.00 Uhr durchgeführt.

Es galt zunächst herauszufinden welcher Nutzer wie, wann und wo parkt.

Herr Kosarev stellt die unterschiedlichen zentralen und zentrumsnahen Parkplätze einzeln vor. In Neustadt wurden sehr unterschiedliche Nutzergruppen und Interessen vorgefunden.

Bei den Untersuchungen sind die Beschilderung der Parkplätze und die Führung der Nutzer zu den Parkplätzen positiv aufgefallen. Auch sei es positiv zu werten, dass Parkplätze am Rand des Zentrums liegen.

Auffallend waren die sehr unterschiedlichen Regelungen auf den verschiedenen Parkplätzen. Diese unterschiedlichen Regelungen sind nicht nachvollziehbar und sollten vereinheitlicht werden. Von den ca. 650 Stellplätzen weisen 278 unterschiedliche Regelungen auf, während auf 178 Stellplätzen freies Parken möglich ist.

Die Parkgebühr liegt meistens bei 60 Cent/h, es gibt aber auch die Möglichkeit für 30 Minuten frei zu parken. Eine Ausnahme bilden die Pendler, die Jahreskarten für Stellplätze erwerben.

An den Markttagen fiel auf, dass von den 200 zentralen Parkplätzen 50 durch Pendler oder Marktbeschicker besetzt waren.

Insgesamt ist die Auslastung der Parkplätze sehr heterogen. Abends ab 21.00 Uhr gibt es kaum eine Belegung des öffentlichen Parkraums. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Altstadtbewohner gut mit Parkraum versorgt sind. Eine weitere Auffälligkeit war, dass Ladeninhaber vor ihren eigenen Geschäften parken.

Beim Strandparkplatz in Pelzerhaken zeigte sich bei einer Erhebung am 9. Juli, dass der Parkplatz gut gefüllt war, aber keine vorgegebene Parkordnung vorhanden ist. Sowohl der Parkplatz in Pelzerhaken als auch in Rettin ist für Spitzenzeiten (alle Länder haben gleichzeitig Sommerferien) zu klein. Eine Parkgebühr von 2,50 € für eine Tageskarte bezeichnet Herr Kosarev als sehr moderat.

Zusammenfassend lautet sein Fazit zur Parkraumsituation in Neustadt:

 

  • Die Bewirtschaftung des Parkraumes weist sehr kleinräumige Unterschiede auf, die von den Nutzern nicht nachvollzogen werden können
  • Besser ist es „eine Philosophie zu vermitteln“, die zu mehr Verständnis bei den Nutzern führt
  • Im Prinzip ist ausreichend Parkraum vorhanden, aber es besteht unterschiedlicher Nachfragedruck
  • Effektivere Nutzung des vorhandenen Parkraums durch bessere Verteilung
  • Durch die Dominanz des ruhenden Verkehrs wird für Besucher die Wahrnehmung der Attraktivität des Altstadtbereiches eingeschränkt
  • Die Widersprüche in der Parkraumbewirtschaftung sollten aufgelöst werden
  • Jeder (Parkraum)-Nutzer der länger bleibt, bringt etwas für die Stadt
  • Die nicht intuitive Bedienbarkeit der Parkscheinautomaten sollte behoben werden
  • Die Erreichbarkeit der Innenstadt für PKW-Nutzer muss erhalten bleiben
  • Einfaches Parken durch klare Regeln ermöglichen
  • Erhöhung der „Park-Chancen“ für regelmäßige Besucher, Pendler und Anwohner
  • Begünstigung der Anwohner
  • Vorschlag 1: flächenhafte Bewirtschaftung oder Zonenbewirtschaftung
  • Vorschlag 2: Bündelung der Zuständigkeiten bei einem Betreiber
  • Prognose der monetären Wirkungen: die Maßnahme würde sich finanziell selbst tragen

 

Bürgerbeteiligung:

Keine

 

Diskussion:

Herr Hamer bedankt sich bei Herrn Kosarev für den interessanten Vortrag und fordert die Anwesenden auf, Meinungen zu äußern und Fragen zu stellen.

Herr Cremer sieht durchaus eine Konkurrenz von Neustadt zum LUV-Center und zum Internethandel. Insofern sollte Neustadt seine Positionierung überdenken und sich mit der Parksituation in Bad Schwartau beschäftigen, wo Parken kostenfrei für den Nutzer ist. Er stellt die Frage, ob Parkscheinautomaten noch zeitgemäß sind.

Herr Kosarev entgegnet, dass ein Einkauf in der Innenstadt immer ein Erlebniseinkauf ist. Ob das kostenfreie Zurverfügungstellen von Parkraum ein Standortvorteil ist, bezweifelt er. Herr Holtfester erkundigt sich nach der im Konzept benannten „3-Minuten-Zone“. Hier werde ausschließlich mit Prozentangaben argumentiert, aber nicht mit Zahlen.

Herr Kosarev antwortet, dass im Kernbereich der Altstadt etwa 110 Stellplätze für Besucher frei gehalten werden sollten. Kurz- bis mittelfristig sei im Innenstadtbereich genug Parkraum vorhanden.

Herr Pohl legt Wert darauf, die Innenstadt mehr zu beleben. Vormittags sei mehr los im Innenstadtbereich. Nachmittags ab 15.00 Uhr würde er aber freies Parken zulassen, um eine Belebung herbeizuführen.

Herr Kosarev führt aus, dass das Konzept empfehle teureren Parkraum in der Mitte vorzuhalten und günstigeren Parkraum an den Rand der Innenstadt zu verlegen.

Herr Heckel berichtet von vielfach beobachtetem Parkplatz-Suchverkehr.

Herr Kosarev erwidert, dass ein Parkleitsystem nur zur Lenkung von Auswärtigen da ist, nicht aber für Einheimische.

Herr Holtfester fragt nach, ob die Parksituation beim Strandparkplatz in Pelzerhaken durch Markierungen verbessert werden kann.

Diese Frage wird von Herrn Kosarev bejaht. Eine naturnahe Abtrennung z.B. alle 10 Stellplätze mit einem Baumstamm sei wünschenswert.

Herr Reichert erläutert die Anbieter von Parkraum in Neustadt und erklärt die Verteilung der Parkplätze auf die Betreiber. Der ausgebaute Teil des Klosterhofes werde seiner Meinung nach nicht von Dauerparkern genutzt. Beim Tourismus-Service in Pelzerhaken fehle ausreichender Parkraum.

Herr Kosarev empfiehlt, auch die Straßenräume mit zu bewirtschaften. Dazu sei aber eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit erforderlich.

Herr Schmidt möchte wissen, wie das weitere Verfahren zum Parkraumbewirtschaftungskonzept aussehen soll. Außerdem fehle ihm die Beteiligung des Bau- und Planungsausschusses.

Herr Raloff antwortet, dass die Verwaltung einen Vorschlag zur Umsetzung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes erarbeiten werde, der dann zur Beratung in die beteiligten Ausschüsse gegeben wird.

Frau Giszas erklärt, dass eine Entscheidung erst getroffen werden könne, wenn das Thema den Bürgern im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorgestellt wurde.

Auf die Frage eines Gastes, ob eine Differenzierung der Parkgebühr innerhalb des Wochenendes sinnvoll sei, antwortet Herr Kosarev, dass der Parkdruck am Wochenende deutlich schwächer ist.

Herr Dr. Pasenau führt aus, dass man ausreichend über die statische Situation gesprochen habe, aber nicht über Themen wie z.B. Anlieferverkehr oder ÖPNV.

Bezogen auf den Parkraum in Pelzerhaken und Rettin vertritt Herr Cremer die Auffassung, dass ein Bewirtschaftungszeitraum von Mai bis September sinnvoll ist. In der Vor- und Nachsaison sowie werktags gibt es in Pelzerhaken und Rettin Parkraum wie Sand am Meer. Er bezweifelt, dass es dann sinnvoll ist Gebühren zu erheben.

Herr Kosarev antwortet, dass einer flexiblen Ausgestaltung der Parkgebühren nichts im Wege steht.

Herr Cremer schlägt als Alternative das sogenannte „Smart-Parken“ mit dem Handy vor.

Dem stimmt Herr Kosarev zu. „Handy-“ oder „SMS“-Parken ist schon weit verbreitet. Die jetzige Situation mit einer Restgeldfunktion der Parkscheinautomaten sei sehr ungünstig.

Herr Raloff berichtet, dass das „Handy“-Parken derzeit von 2 % der Nutzer angewendet wird und viel Ärger verursacht.

Herr Hamer verliest folgenden Beschlussvorschlag.

 

 

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Beschluss:  

Die Inhalte des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes werden zur Kenntnis genommen.

Die Verwaltung wird gebeten, für die nächsten Sitzungen des Umwelt- und Verkehrsausschusses, des Stadtwerkeausschusses und des Tourismus- und Kulturausschusses einen Entscheidungsvorschlag zu unterbreiten.

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

einstimmig

Ja-Stimmen: Nein-Stimmen: Enthaltung:

 

 

 

 

Datum

 

 

 

 

Vorsitzende/rProtokollführer

 

 

Versandt am

 

 

* Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 16.07.2015, ist die Protokollführung ermächtigt, die Tagesordnung in der Niederschrift aller städtischen Gremien bei den Tagesord-nungspunkten Einwohnerfragestunde, Bericht der Bürgermeisterin/ des Bürgermeisters, Bericht der Bürgervorsteherin/ des Bürgervorstehers, Bericht der/des Vorsitzenden, Bericht der Verwal-tung, Anfragen und Verschiedenes bzw. Tagesordnungspunkte ohne Beschlussfassung sofern erforderlich in Unterpunkte zu gliedern.  

 

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