Hilfsnavigation
 
Zeichnung mit fünf Strichmäänchen. Diese sitzen um einen runden Tisch. Die Leitung hat ein Strichm&amul;nnchen in der Mitte, welches eine Brille auf der Nase und einen Laptop vor sich stehen hat. Die anderen Strichmännchen haben lediglich ein Stück Papier und einen Stift vor sich liegen oder in Benutzung.
Seiteninhalt

Auszug - Änderung des F-Planes (Nördlicher Lüb´scher Mühlenberg)  

gemeinsame öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Bau- und Planungsausschusses und des Umwelt- und Verkehrsausschusses
TOP: Ö 9
Gremium: Bau- und Planungsausschuss Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Do, 17.09.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 23:12 Anlass: Sitzung
Raum: Mensa der Gemeinschaftsschule
Ort: Schulstraße 2, Neustadt in Holstein
VO/1372/15 Änderung des F-Planes (Nördlicher Lüb´scher Mühlenberg)
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Vorlage öffentlich
Bericht StvV:Vors. Bau- und Planungsausschuss Herr Weber
Federführend:32 Abteilung für Planen, Bauen, Umwelt Bearbeiter/-in: Buchwald, Eckhard

Herr Buchwald erläutert die Thematik.

 

Herr Rieger erklärt den Unterschied zwischen Bedarf und Nachfrage im Wohnungsmarktsektor anhand von Beispielen.

 

Herr Vowe merkt an, dass die Innenentwicklung in Neustadt bereits erfolgt ist, vor der Ausweisung des Wohnbaugebietes Lübscher Mühlenberg. Potenzielle Zuzügler sind allerdings aufgrund fehlender Angebote in die Umlandgemeinden gezogen. Daher ist eine nachfragegerechte Flächenausweisung notwendig.

 

Herr Reichert ergänzt, dass es keine Innenentwicklungsmöglichkeiten mehr gibt in Neustadt in Holstein. Aus diesem Grund sollte schnell Bauland geschaffen werden. Durch die Klinik wurden viele Arbeitsplätze geschaffen. Viele Angestellte kommen mit dem PKW zur Arbeit, wollen aber lieber in Neustadt wohnen.

 

Herr Rieger erläutert, dass – in Berücksichtigung der statistischen Prognosen –  die Bevölkerung in Neustadt i.H. stagnieren wird. Diese Entwicklung berücksichtigt bereits große Zuwanderung nach Neustadt i.H. Aufgrund sinkender Haushaltsgrößen und  Wegfall alter Gebäude ist eine Ausweisung von zusätzlichem Bauland notwendig. Allerdings wird jede Ausweisung, die über den Bedarf hinweg stattfindet, nur zu einer Umverteilung der Wohnbevölkerung führen.

 

Herr Rukat stellt fest, dass es nur ein geringes Angebot an freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern in Neustadt i.H. gibt, zugleich aber eine große Nachfrage nach diesen vorhanden ist. Selbst bei einer Umverteilung würden Fremde (Neubürger) in freistehende Wohnungen ziehen. Außerdem führe knapper Wohnraum zu hohen Mieten. Aus diesem Grund sollte umgehend Wohnraum geschaffen werden.

 

Herr Dr. Böckenhauer ergänzt, dass die planerische Herangehensweise zu wissenschaftlich und zu regulierend ist und daher nicht überzeugt. Es solle nicht zu sehr in Marktmechanismen eingegriffen werden.

 

Herr Kasten warnt davor, an der Nachfrage vorbei zu planen.

 

Frau Bürgermeisterin Dr. Batscheider stellt fest, dass unterschiedliche Herangehensweisen vorliegen. Herr Rieger habe das Thema wissenschaftlich analytisch bearbeitet, der Bau- und Planungsausschuss auf Grundlage eigener Einschätzungen, die sich auf Gefühle und die eigene Wahrnehmung gründen. Grundsätzlich habe das Wohnungsmarktkonzept jedoch gezeigt, dass es nicht an freistehenden Ein- oder Zweifamilienhäusern fehle, sondern an bezahlbarem Wohnraum in kleinen Wohnungen. Daher sollte der Fokus zunächst auf der Bebauung der bereits ausgewiesenen Flächen für Mehrfamilienhausbebauung liegen und erst in einem nächsten Schritt auf der Ausweisung neuer Flächen.

 

Frau Giszas bestätigt die Notwendigkeit der Mehrfamilienhausbebauung, ruft aber dennoch dazu auf, sofort weiter zu planen.

 

Herr Krohn stellt fest, dass die Zuwanderung in Neustadt i.H. kaum von jungen Menschen bestimmt ist, sondern vielmehr von Rentnern. Diese würden keine freistehenden Ein- oder Zweifamilienhäuser nachfragen sondern Wohnungen. Aus diesem Grund sollte der Beschlussvorlage gefolgt werden.

 

Herr Rukat moniert, dass durch eine Blockade des Ein- oder Zweifamilienhausbaus kein Ge-schosswohnungsbau erreicht werden könnte.

 

Herr Wichelmann wirft ein, dass die bisherige Planungspraxis bei der Ausweisung von Einzelhandelsflächen am Stadtrand zu Leerständen in der Innenstadt geführt hat. Zudem würden viele Einfamilienhäuser nur von zwei Personen bewohnt und in absehbarer Zukunft frei werden.

 

Herr Kasten stellt den Antrag über einen geänderten Beschlussvorschlag abzustimmen. Er verliest den Beschlussvorschlag:

 

Der Bau- und Planungsausschuss beauftragt die Verwaltung mit der zügigen Änderung des Flächennutzungsplanes (nördlicher Lübscher Mühlenberg).

 

Herr Weber lässt über den geänderten Beschlussvorschlag abstimmen.

 


Beschluss:

Die Ausweisung weiterer Wohnbauflächen am „Nördlichen Lüb´schen Mühlenberg“ (s. Anlage) soll im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes in den nächsten 2 Jahren erfolgen.

 

Der Bau- und Planungsausschuss beauftragt die Verwaltung mit der zügigen Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich nördlicher Lüb’scher Mühlenberg.

 

Ergebnis: 8 Stimmen dafür, 1 Enthaltung