Hilfsnavigation
 
Zeichnung mit fünf Strichmäänchen. Diese sitzen um einen runden Tisch. Die Leitung hat ein Strichm&amul;nnchen in der Mitte, welches eine Brille auf der Nase und einen Laptop vor sich stehen hat. Die anderen Strichmännchen haben lediglich ein Stück Papier und einen Stift vor sich liegen oder in Benutzung.
Seiteninhalt

Auszug - Jakobskreuzkraut-Problematik auf dem Flurstück Nr. 155  

öffentliche/nichtöffentliche Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses
TOP: Ö 4.1
Gremium: Umwelt- und Verkehrsausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 14.07.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:30 - 21:45 Anlass: Sitzung
Raum: Mensa der Gemeinschaftsschule
Ort: Schulstraße 2, Neustadt in Holstein

Bezüglich der Jakobskreuzkraut-Problematik wird folgendes berichtet:

Mitte Juni fand auf der betroffenen städtischen Fläche ein Ortstermin statt, an dem der Pächter, ein Vertreter der Stiftung Naturschutz, Herr Siebrecht von der UNB sowie Herr Mittmann von der Stadt Neustadt teilgenommen haben.

 

Auf der Weidefläche starben im Mai 2015 zwei Highland-Kühe. Eine dieser Kühe wurde vom Pächter zur Untersuchung gegeben, weil bei dem Tier der Verdacht bestand, dass es an den Folgen von Jakobskreuzkraut-Verzehr gestorben sein könnte. Die Beteiligten am Ortstermin sind sich einig, dass die Gründe für den Tod der Tiere möglichst lückenlos aufgeklärt werden sollen und die weitergehenden Maßnahmen zur Sanierung der Fläche und der Bekämp-fung von Jakobskreuzkraut nur in Kooperation zwischen den Beteiligten erfolgen können. Die Begehung ergibt, dass Teilflächen, insbesondere das Flurstück Nr. 155, sehr stark mit Ja-kobskreuzkraut bestanden sind und dass andere Teilflächen noch keine Massenvorkommen aufweisen, aber bereits von Jakobskreuzkraut durchsetzt sind. Die Stiftung Naturschutz bittet den Pächter um Bereitstellung einer Kuh aus seiner Herde, um kurzfristig Parallelproben auf die Belastung durch Jakobskreuzkraut ziehen zu können. Die Flächen des Flurstücks 155 mit Massenvorkommen von Jakobskreuzkraut werden umgebrochen und mit einer regionalen Saatmischung neu eingesät. Die Maßnahmen werden zu einem geeigneten Zeitpunkt im Spätsommer / Herbst 2015 durchgeführt. Die Maßnahmen werden durch die Stadt Neustadt und / oder die Untere Naturschutzbehörde organisiert, umgesetzt und zwischen allen Betei-ligten vorab abgestimmt. Die Kosten werden anteilig zwischen Stiftung, Kreis Ostholstein und Stadt Neustadt aufgeteilt. Vor dem Umbruch wird der Pächter die Flächen mit Massenbe-stand im Jahr 2015 kurzfristig mulchen, um das Aussamen auf die angrenzenden Flächen zu verhindern. Die Stiftung Naturschutz wird dem Pächter für das Jahr 2015 die anteilige Pacht für die Umbruchsflächen vollständig erlassen. Zwischenzeitlich liegt ein Untersuchungser-gebnis der Tierärztlichen Hochschule Hannover vor, das einerseits keine Entwarnung für Rinderhalter ist, aber andererseits auch kein Nachweis für eine Vergiftung von Tieren durch den Verzehr von Jakobskreuzkraut. In diesem Zusammenhang sollen weitere Obduktionen noch bis zum Herbst durchgeführt werden, um aussagekräftigere Ergebnisse zu bekommen.